Kubuntu – Eine Liebesgeschichte


Kubuntu-Penguins

 

Am 28. November 2019, nach einigen wiederholten Windows 7 Abstürzen und dem immer näher rückenden Windows 7-Support-Ende zum 14. Januar 2020, fing ich an, mich nach Alternativen umzusehen. Mac kam nicht infrage. Aus Überzeugung und den unverschämt hohen, übertriebenen Preisen. Windows 10 hätte für mich auch eine Beschaffung neuer Hardware zur Folge. Seitens Linux kannte ich nur testweise Ubuntu, das auf meinem Desktop-PC parallel zu Windows installiert war.


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Durch eine Recherche im Netz kam ich dann auf Kubuntu 18.04 LTS. Eine Linux-Distribution, die mit ihrer KDE-Benutzeroberfläche Windows ähnelt und für deren Aussteiger die geeignete Alternative sein sollte.

Kubuntu-KDE-Desktop-700
Kubuntu KDE Desktop

Also hatte ich sie zuerst auf meinem alten Lenovo ThinkPad T400 installiert, tagelang damit herumgespielt und die Linux-Welten erforscht. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich in dem System zurechtfinden konnte. Nach und nach, als die im Gehirn festgebrannten Windows Gewohnheiten von der Kubuntu-Ideologie ersetzt wurden, fand ich das Betriebssystem schließlich spannender und interessanter. An den folgenden zusammen verbrachten Tagen und durchzechten Nächten verliebte ich mich immer mehr in Kubuntu und genoss die unbeschwerte Zusammenarbeit.

Kurz vor Weihnachten 2019, entschloss ich mich dann alle meine Rechner auf Kubuntu umzustellen, statt auf Windows 10 aufzurüsten. Und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Seit dem laufen mein Desktop-PC und zwei Laptops stabiler, schneller und zuverlässiger den je zuvor.

Nach 17 Monaten einer unbeschwerten und respektvollen Zusammenarbeit dachte ich mir, eine Würdigung dieser wunderbaren Beziehung sollte hier Platz nehmen.

Es ist eine Arbeitserleichterung, wenn man keine Abstürze mehr erdulden muss und das System innerhalb von 15 Sekunden hoch- und heruntergefahren ist. “Systemabsturz” scheint für Kubuntu ein Fremdwort zu sein und ich hatte tatsächlich in den 17 Monaten keinen einzigen erlebt. Vereinzelte fehlerhafte, schlecht programmierte Anwendungen können leicht über den KSysGuard-Systemmonitor oder das Terminal beendet werden, ohne das System neu starten zu müssen.

Es war nicht die Liebe auf den ersten Blick, aber nach und nach verliebte ich mich immer mehr in die Oberfläche, die Stabilität und die unbegrenzten Möglichkeiten von Kubuntu. Mittlerweile habe ich mich so sehr daran gewöhnt, dass ich mir bei einzelnen, kurzen Ausrutschern zu Windows fremd und enttäuscht vorkomme. Wie ein schlechtes Date, der mich warten lässt und nicht gerade die erwarteten Antworten liefert. Zum Glück waren es nur zwangsläufige Abstecher in die Windows-Welt, denn ich würde Kubuntu niemals verlassen, weil ich versprochen hatte es zu lieben und zu ehren bis der Tod uns scheidet. 😉

Wer sich selber überzeugen möchte, kann die Kubuntu oder Ubuntu Distribution von den folgenden Webseiten herunterladen und ohne Installation zuerst auf einem USB-Speicher-Stick zum Ausprobieren einrichten. Diese Möglichkeit bieten nämlich fast alle Linux-Distributionen.

 

 


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2 Kommentare zu “Kubuntu – Eine Liebesgeschichte

  1. Mit Wine lassen sich Windows-Anwendungen auf Linux ausführen. Eine Datenbank der lauffähigen und getesteten Programme gibt es hier. Aber du hast recht, sie funktionieren nicht alle wie auf Windows. In meinem Fall benutze ich überhaupt keine Win-Programme mehr und habe für meine Bedürfnisse sehr gute Linux-Alternativen gefunden.

  2. Mit deinem Beitrag sprichst du mir aus der Seele. Bei mir klappt das aber nur zum Teil. MS hat in den Schulen die Finger tief drin und so “müssen” die Kids auf der Windoof-Plattform arbeiten. Funktioniert halt unter Linux doch nicht alles so reibungslos, so bald es um MS-Formaten oder Webseiten mit speziellen Funktionen die auf Windoof zugeschnitten sind, geht. Wer einen Rechner für Surfen, Mailing, daddeln (Liunx liefert viele unterhaltsame Spiele mit) oder Kommunikation (Skype und Co) braucht, kann locker auf Linux zurückgreifen.

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