Windows Drahtlosnetzwerkverbindung optimieren


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Seit Windows Vista ist standardmäßig die neu eingeführte Netzwerkkompressionstechnik RDC aktiviert. Diese soll die Daten in Dateien über das Netzwerk synchronisieren. Um Netzwerke mit schwacher Bandbreite zu entlasten werden die Daten komprimiert übermittelt.

Dieses Feature kann aber in gemischten Netzwerken die Leistung der Verbindung negativ beeinträchtigen.

PC Monitor Strahlung stört den WLAN und Mobilfunk Empfang


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Es gibt PC-Monitore und Fernsehgeräte die sehr schlecht abgeschirmt sind und eine so hohe Strahlung abgeben, dass die in der Nähe sich befindlichen Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops nur sehr schlecht oder gar nicht den WLAN und Mobilfunk empfangen können. Die Strahlung legt die Sender/Empfänger der Geräte lahm. Entfernt man sich mit dem Gereät von der Störquelle, funktioniert alles wie gewohnt. In erster Linie denkt man an schlechter WLAN-Funk Reichweite oder ein Funkloch.

Connect Box – keine WLAN-Verbindung


Nutzt man die Unitymedia Connect Box als Router und trägt in den Wireless MAC Filter die erlaubten Geräte ein, kann es nach einem Neustart der Box passieren, dass die Geräte aus der Liste wieder gelöscht werden. Die Liste ist dann komplett leer und somit kein einziges Gerät erlaubt. Das WLAN-Netzwerk ist sichtbar, kein Gerät kann sich aber verbinden. Die Authentifizierung schlägt fehl. Die Empfehlung des UM Kundendienstes, eine Zurücksetzung auf die Werkseinstellungen ist somit keine Lösung des Problems. Die MAC-Adressen der Geräte müssen neu eingetragen werden.

Connect Box Konfigurations-Assistent ⇒ Erweiterte Einstellungen ⇒ WLAN ⇒ Sicherheit ⇒ Wireless MAC Filter ⇒ Gerät hinzufügen




WLAN-Verbindung verbessern mit der richtigen Funkkanalwahl


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Eine schlechte WLAN-Verbindung ist nicht immer auf die Qualität der vorhandenen Geräte zurückzuführen. Neuere und schnellere WLAN-Karten oder Router helfen oft auch nicht eine bessere und stabile Verbindung herzustellen. Meist sind eben die Nachbarn schuld. Sie stören mit der Nutzung des gleichen oder direkt benachbarten WLAN-Funkkanals.

Die richtige WLAN-Funkkanalwahl





metageek inSSIDer 3 - WLAN Signal - 895x258

Einen freien und ungestörten Kanal finden mit den Tools inSSIDer Home von MetaGeek und Wifi Analyzer von farproc.

Es gibt jede Menge Tools die alle WLAN-Funknetze in der Umgebung anzeigen. Zwei davon, die ich hier vorstellen möchte sind das inSSIDer Home 3.1.2.1 für Windows von der Firma MetaGeek LLC und Wifi Analyzer 5.10.5-L für Android von farproc (Author: Kevin Yuan). Die inSSIDer Home Version 3.1.2.1 ist allerdings die letzte kostenlose Version des Tools und kann auf den weiter unten aufgelisteten Seiten heruntergeladen werden. Wer das Geld ausgeben möchte kann die inSSIDer Office Version kaufen oder die 7-Tage Test-Vollversion inSSIDer Office Free Trial nach einer Registrierung herunterladen.

Wifi Analyzer 5.10.5-L für Android ist ebenfalls kostenlos und kann über Google Play installiert werden.

 

inSSIDer Home 3.1.2.1 (kostenlos) Downloads:

CHIP

Computerbild

Win Total

Wifi Analyzer:

WiFi Analyzer (Installation über Google Play)

 

Beide Tools unterstützten 2,4 und 5 GHz Frequenzbänder, zeigen die Signalstärke (dBm) der einzelnen Netze, stellen graphisch die Netzüberlappungen und Kanal-Co-Existenz dar und schlagen die besseren Kanäle vor. inSSIDer vergibt einen Link-Score (0 bis 100). Je höher der Wert, um so besser ist der Kanal geeignet. Wifi Analyzer bewertet die Kanäle mit 0 bis 10 Sternen.

inSSIDer Kanalvorschlag und Link-Score
inSSIDer Kanalvorschlag und Link-Score
Wifi Analyzer Kanalbewertung und -vorschlag
Wifi Analyzer Kanalbewertung und -vorschlag



Bei der Wahl des Funkkanals sind 3 Kriterien wichtig. Die Signalstärke, keine oder wenige Kanalüberlappungen und Co-Kanäle, sowie ein hoher Kanalempfehlungswert (Link-Score). Je größer der negative Wert des Leistungspegels (dBm), um so schwächer ist das WLAN Funksignal und die Reichweite wird beeinträchtigt. Für das eigene Netz kann bis zu -40 dBm noch als gut eingestuft werden. Der Abstand zu einem Co-Channel oder Overlapping-Channel soll mindestens 20 dBm betragen. Bei -40 dBm wären es also -60 dBm. Nach diesen Kriterien kann in der Router-WLAN-Konfiguration der Kanal gewählt und ausprobiert werden. Ausser der Signalstärke soll bei inSSIDer darauf geachtet werden, dass der Link-Score möglichst über 50 wird. Bei Wifi Analyzer mindestens 5 Sterne. Auf den folgenden Bildern ist erkennbar, dass zwar 1 Netzwerk co-existiert und 5 überlappen, deren Signalpegel aber zu schwach ist um wirklich zu stören. Optimal wäre der Kanal 14 (bei dem hier genutzten alten Netgear Router nicht vorhanden) oder der Kanal 6, der leider schlechtere Ergebnisse ergab. Also mehrere Kanäle ausprobieren und die Werte vergleichen lohnt.

inSSIDer Kanalübersicht
inSSIDer Kanalübersicht
inSSIDer Signalstärkeverlauf
inSSIDer Signalstärkeverlauf
Wifi Analyzer Signalstärke
Wifi Analyzer Signalstärke
Wifi Analyzer Kanalübersicht
Wifi Analyzer Kanalübersicht

Jeder gewählte Kanal überlappt automatisch zwei Kanäle davor und zwei dahinter. Aus diesem Grund sind in einer direkten Umgebung mit mehreren WLAN-Netzwerken die Kanele 1, 5, 9 und 13 zu wählen. Somit ergibt sich ein höchstmöglicher, paralleler und störungsfreier Betrieb von maximal vier WLAN-Netzwerken. Zum Beispiel einem WLAN-Haupzugang und drei Access Points in grösseren Etagenwohnungen oder Häusern.
Kanäle 9 und 10 sollen vermiden werden, da diese Frequenzen sich naheliegend an den von Mikowellenherden benutzten befinden und gestört werden können.